Heizkosten sparen: Einfache Tipps

Warm und gemütlich soll es sein. Aber wird dann die Heizung nicht zu teuer? Nicht unbedingt. Tipps für die Heizsaison. Damit Du ohne viel Mühe Heizkosten sparen kannst.

Die Energiekosten sind in 2017 gestiegen. Der Verbraucherpreisindex des statistischen Bundesamtes weist für November 2017 bei den Preisen für Energie ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Mieter und Eigenheimbesitzer dürften also für 2017 höhere Heizkostenabrechnungen erwarten – es sei denn, ein relativ milder Winter relativiert diese gestiegenen Kosten. Wer generell aufs Energiesparen achtet, wird von den Energiepreisen jedenfalls nicht überrascht.

Wenn Du jetzt Heizkosten sparen willst, solltest Du diese Tipps beachten. Übrigens: Wer weniger Energie zum Heizen verbraucht, schont Umwelt und Ressourcen und erzeugt weniger Kohlendioid (CO2). Rund 70 Prozent des Energieverbrauchs fürs Wohnen verfallen auf das Heizen. Mit diesen einfachen Tipps drosselst Du Energieverbrauch und Heizkosten.

Energieverbrauch senken, Heizkosten sparen

Mit Wohlfühl-Temperatur fällt Sparen leicht

Wie warm sollte es in der Wohnung sein? Du solltest Dich wohlfühlen! Achte darauf, die Heizung nicht zu hoch zu stellen, das ist nicht angenehm und Du verbrauchst unnötig Heizenergie. Fürs Wohnzimmer empfinden viele Menschen tagsüber 20 bis 22 Grad Celsius als behaglich, in Küche und Flur 19 Grad und im Schlafzimmer und in der Nacht zum Schlafen 17 bis 18 Grad. Noch kälter sollte es aber nicht sein, da sind sich die Experten einig, denn sonst könnte leicht Schimmel entstehen. Deshalb darf es im Badezimmer, wenn viel Feuchtigkeit frei wird, ruhig auch etwas wärmer als 22 Grad sein. Aber nicht einfach die Heizung voll aufdrehen! Du solltest wissen: Jedes Grad Celsius mehr kostet etwa 6 Prozent mehr Energie, das ist eine in der Energiesparfachwelt häufig genannte Faustformel. Zum Heizkosten sparen lohnt es sich, nachts die Heizung etwas herunterzudrehen, also auf etwa 17 bis 18 Grad. Experten vom Umweltbundesamt empfehlen, die Temperatur etwa um vier bis fünf Grad zu senken, zum Beispiel in Zeiten der Abwesenheit, etwa wenn man tagsüber bei der Arbeit ist. Die Heizung ganz herunterzudrehen ist nicht sinnvoll, denn dann wird zu viel Energie verbraucht, um die Wohnung wieder aufzuwärmen. Mehr Infos.

Übrigens: Auch nach dem Mietrecht gibt es gewisse Eckwerte für die Raumtemperatur. Laut dem Deutschen Mieterbund hat der Vermieter in der Heizperiode die Heizung so einzustellen, dass eine Temperatur von 20 bis 22 Grad erreicht werden kann. In der Nacht sollte eine Temperatur von 18 Grad möglich sein.

Thermostat richtig einstellen spart Energie

Wie kannst Du die Heizung so einstellen, dass zum Beispiel 20 Grad erreicht werden? Dafür kannst Du das Thermostat nutzen. Mit dem Thermostatknopf kannst Du die Heizung stufenweise einstellen, in aller Regel von 1 bis 5. Mit Stufe 3 erreichst Du im Allgemeinen eine Temperatur von rund 20 Grad. Auf Stufe 2 sind es etwa 17 Grad, auf Stufe 4 etwa 22 bis 23 Grad. Auf Stufe 5 solltest Du nicht stellen, dadurch wird zu viel Wärme frei. Das Thermostat ist mit einem Temperaturfühler ausgestattet, der die Öffnung des Thermostatventils feinregelt. Dadurch können Temperaturschwankungen ausgeglichen werden, ohne dass manuell noch einmal am Knopf gedreht werden müsste. Letzteres war früher bei alten Heizungen noch der Fall. Heizungen ohne Thermostate sind aber schon lange, bereits seit 1979, verboten, berichtet die Verbraucherzentrale. Eigentümer müssen Thermostate einbauen. Die Verbraucherschützer haben interessante Informationen zur Funktionsweise von Thermostatventilen zusammengestellt.

Andere Heizungsregler weisen nicht die Stufen aus, sondern gleich die Temperatur, etwa viele Raumthermostate für Fußbodenheizungen.

Programmierbare Thermostate: Einstellen je nach Bedarf

Seit einiger Zeit gibt es auch Thermostate, die sich digital steuern lassen, also programmierbare Thermostate. Sie sind oft batteriebetrieben. Damit kannst Du die Temperatur vorab einstellen: Zum Beispiel nachts heruntersetzen, am Morgen wieder herauf. Damit kannst Du Energie und Kosten sparen, aber die Wärme vor allem auch nach Deinen Bedürfnissen voreinstellen. Wenn Du weißt, wann Du abwesend und anwesend sein wirst, kannst Du das clever programmieren. Das spart Dir Mühe und Zeit, denn Du musst nicht jedes Mal die Heizung selbst auf- oder abdrehen, wenn Du die Wohnung für mehrere Stunden verlässt oder wiederkommst.

Smarte Thermostate: Clevere Technik zum Heizkosten sparen

Smarte Thermostate lassen sich sogar von unterwegs aus regeln, per App vom Smartphone aus. Wenn Du zum Beispiel eher als geplant vom Urlaub zurückkehrst, kannst Du aus der Ferne schon einmal die Heizung heraufdrehen. Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr Thermostate getestet, darunter auch programmierbare Thermostate und smarte Thermostate. Laut den Experten kosten gute programmierbare Thermostate um die 20 Euro, die Umrüstung auf Thermostate mit Fernzugriff einige hundert Euro.

Eine umfangreiche Aufstellung digitaler Thermostate zur Heizungssteuerung findest Du bei Chip, dort zeigt sich auch eine große Variation der Kosten. Einzelne Thermostate sind oft nicht so teuer, etwa um die 20 bis 40 Euro, für die Steuerungszentrale mit App und Fernsteuerung werden oft mehrere hundert Euro fällig. Manche Systeme sind auch über Sprachassistenten wie Alexa oder über AppleHomekit steuerbar.

Die Thermostate, auch die programmierbaren, kannst Du, wenn Du handwerkliche Fähigkeiten hast, selbst austauschen – Montiertipps von Energiesparfachleuten, Montageanleitungen der Hersteller oder Do-it-youself-Videos auf youtube helfen dabei. Eine anschauliche Anleitung gibt die Verbraucherzentrale NRW. Beim Austausch mehrerer Thermostate und der Umstellung auf programmierbare, smarte Thermostate kann die Montage durch einen Heizungsfachbetrieb sinnvoller sein. Bei der Umrüstung auf smarte Thermostate mit Fernsteuerung bieten Hersteller auch Installationsservices an.

Lohnt sich der Einbau von Thermostaten?

Heizkosten sparen mit Thermostat: Wie viel Ersparnis ist möglich? Experten zufolge lässt sich der Energieverbrauch durchs Heizen mit Hilfe von Thermostaten durchaus um rund 10 Prozent senken. Wenn eine vierköpfige Familie zum Beispiel 1.000 Euro im Jahr fürs Heizen der Wohnung zahlt, wäre eine Ersparnis von bis zu 100 Euro möglich. Der Einbau der Thermostate hätte sich, je nach Aufwand für den Einbau, also nach ein bis mehreren Jahren amortisiert. Werden zum Beispiel sechs programmierbare Thermostate im Do-it-yourself-Verfahren zum Preis von je 20 Euro ausgetauscht, wären das 120 Euro. Das hätte sich nach etwas mehr als einem Jahr rentiert. Ein teurerer Austausch von mehreren Hundert Euro braucht entsprechend länger für die Amortisation.

Zusätzlich gut für Dich: Die Programmierung kann nicht nur Energie und Geld sparen, sondern auch ein Plus an Zeit und Behaglichkeit bringen.

Richtig lüften: So wird nicht nach draußen geheizt

Beim Lüften während der Heizperiode geht Heizenergie verloren, trotzdem ist frische Luft wichtig fürs Raumklima und gegen Schimmelbildung. Heizkosten sparen und für gute Luft und gutes Klima sorgen – dafür solltest Du richtig lüften. Aber wie geht richtig lüften eigentlich? Also: Auf keinen Fall solltest Du das Fenster im Winter “auf Kipp” stellen, denn damit heizt Du zum Fenster heraus. Besser: Stoßlüften! Experten empfehlen etwa zwei- bis viermal täglich. Was heißt Stoßlüften? Die Fenster ganz aufmachen und für Durchzug sorgen, etwa fünf bis zehn Minuten lang. Das beugt Schimmelbildung vor. Natürlich hängt die richtige Lüftungszeit auch davon ab, wie kalt es draußen ist: Wenn es richtig kalt ist, sollten es eher fünf statt zehn Minuten sein. Und wenn Feuchtigkeit in der Wohnung ist, sollte natürlich besser viermal und nicht nur zweimal gelüftet werden.

Heizung einfach entlüften

Wenn der Heizkörper nicht gleichmäßig warm wird, etwa nur unten, und oben kalt bleibt oder glucksende Geräusche von sich gibt, ist es an der Zeit, den Heizkörper zu entlüften. Entlüftest Du die Heizung nicht, kommt die Heizenergie nicht optimal im Raum an und Du verschwendest Heizenergie und Heizkosten.

Der Heizkörper lässt sich mit einem Entlüftungsschlüssel entlüften. Falls Du keinen hast: Er ist für wenige Cent im Baumärkten erhältlich. Der Entlüftungsschlüssel passt zu einem Vierkantstift am Heizkörper, der sich in der Regel auf der gegenüberliegende Seite vom Thermostatkopf befindet.

So geht´s: Zunächst musst Du die Heizung voll aufdrehen, denn am besten ist, die Luft sammelt sich in der Nähe des Entlüftungsventils. Da warme Luft nach oben steigt, sollte der Heizkörper zum Entlüften einige Zeit an sein. Du nimmst am besten noch einen kleinen Eimer oder ein Töpfchen und einen Lappen zur Hand. Dann setzt Du den Entlüftungsschlüssel an der Vierkantschraube an und drehst sie ein kleines Stück nach links auf, bis Du hörst, dass Luft entweicht. Drehe wieder zu, wenn Wasser und keine Luft mehr kommt. Eventuell etwas austretendes Wasser mit dem Töpfchen auffangen und nach dem Zudrehen mit dem Lappen abwischen.

Katze schläft vor der Heizung - Bild zum Beitrag Heizkosten sparen
Wenn es angenehm warm ist in der Wohnung, fühlen sich alle wohl. 😊 Foto: Vnukko/pixabay

Fenster und Türen mit selbstklebendem Dichtungsband abdichten

Vor allem in Altbauten geht oft Raumwärme durch Spalten an Türen und Fenstern verloren. Experten zufolge lassen sich die Heizkosten um bis zu 20 Prozent reduzieren, wenn die Spalten abgedichtet werden. Kleiner Tipp: Mit einem angefeuchteten Finger am Fensterrahmen innen entlang gehen oder mit der Hand an der Wohnungstür. Da wo Zugluft und Kälte zu spüren ist, dichten Fenster und Türen nicht richtig ab. Abhilfe schafft selbstklebendes Dichtungsband aus dem Baumarkt. Die Dichtungen sind oft nicht teuer und helfen Dir beim Heizkosten sparen. Als besonders langlebig gelten Gummidichtungen, möglich sind auch Schaumstoffdichtungen. Nach Anleitung vorgehen: Klebestreifen abziehen und an der Stoßkante des Fensters oder der Tür innen anbringen. Baumärkte bieten zum Teil Tipps auf ihren Internetseiten, zum Beispiel OBI. Aber neuere Kunststofffenster erfordern oft spezielle Dichtungen, hier solltest Du einen Fachmann fragen, etwa die Fensterbauer, die beim Bau des Hauses die Fenster eingebaut hatten. In Mehrfamilienhäusern befrage die Hausverwaltung dazu.

Warmwasser: Oft hohe Kosten!

Je nachdem, wie oft und lange Ihr duscht, badet oder spült, kann der Warmwasserverbrauch Eures Haushalts extrem variieren. Laut Angaben der Beratungsgesellschaft CO2online entfallen rund 15 Prozent des Energieverbrauchs beim Wohnen auf Warmwasser (65 Prozent aufs Heizen für die Raumwärme und 20 Prozent auf den Strom). Die Kosten für Warmwasser sind in den letzten Jahren vielerorts gestiegen. Zum Teil sorgt auch eine veränderte Rechtslage zu deutlich erhöhten Heizkostenabrechnungen in Haushalten, die viel Warmwasser verbrauchen, darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen hin. Jetzt wird nicht mehr wie zuvor der Gesamtheizenergieverbrauch eines Hauses gemessen und der Warmwasserverbrauch überschlägig auf die einzelnen Parteien verteilt. Nun wird der Warmwasserverbrauch auch gemessen und das führt zu Gewinnern und Verlierern. Mehr Infos.

Das meiste Warmwasser rauscht im Badezimmer durch. Wenn Du da ein bisschen darauf achtest, das Wasser nicht laufen zu lassen, kannst Du enorm sparen. Tipps: Duschen ist wassersparender als Baden. Und beim Zähneputzen solltest Du auch nicht das Wasser laufen lassen.

Sparduschköpfe und wassersparende Armaturen anschaffen

Ohne die Gewohnheiten groß zu ändern oder auf Komfort zu verzichten, kannst Du mit wassersparenden Armaturen Heizkosten sparen beziehungsweise Warmwasser sparen (schließlich muss das warme Wasser auch aufgeheizt werden). So ein Sparduschkopf oder eine wassersparende Armatur am Waschtisch, zum Teil auch Perlator genannt, reduziert den Durchfluss und perlt das Wasser, sodass es angenehm auf die Haut fällt. Wassersparende Dusch- und Waschtischarmaturen können etwa 30 bis 50 Prozent Warmwasser einsparen. Entsprechend kannst Du bei den Heizkosten sparen. Das kann sich richtig lohnen! Wenn Du zum Beispiel zu den Menschen gehörst, die jetzt durch das neue Abrechnungssystem in Mehrfamilienhäusern mehr zahlen müssen, sind wassersparende Armaturen vielleicht eine gute Möglichkeit für Dich, um Heizkosten zu sparen.

Sparduschköpfe, die sich ganz leicht selbst austauschen lassen, kosten rund 20 bis 40 Euro, wassersparende Armaturen um rund 70 bis 200 Euro. Je nach Warmwasserverbrauch kann sich die Anschaffung durchaus nach weniger als einem Jahr bis zu zwei oder drei Jahren ausgezahlt haben.

Mit dem richtigen Gasanbieter Heizkosten sparen

Mit diesem Tipp kannst Du zwar nicht Energie sparen, aber dennoch Deine Heizkosten drücken. Wie das geht? Indem Du einen preiswerten Anbieter für die Lieferung des Energieträgers für die Heizung wählst. Das geht zum Beispiel, wenn Du in einer Wohnung wohnst mit eigenem Gaszähler und dort mit einer Gasetagenheizung heizt. Hier kannst Du Vergleichsportale wie zum Beispiel Verivox nutzen, um den preiswertesten Gasanbieter zu finden. In manchen Regionen sind Sparpotenziale von über hundert Euro pro Haushalt möglich, zum Teil sogar mehrere Hundert Euro.

Wenn Du in einem Mehrfamilienhaus wohnst, das über ein gemeinsames Heizsystem verfügt, kannst Du allein den Anbieter nicht wechseln. Du kannst aber eventuell anregen, dass Angebote mehrerer Anbieter eingeholt werden.

Beim Heizölkauf sparen

Wenn Du, zum Beispiel im Einfamilienhaus, mit Heizöl heizt, hast Du auch Sparchancen! Die Preise für Heizöl schwanken stark je nach Saison. Du solltest die Preisentwicklung beim Heizöl beobachten und dann kaufen, wenn es billig ist. Anbieter, Händler und Vergleichsportale bieten oft Heizöl-Charts, mit deren Hilfe Du die Entwicklung der Preise für Heizöl übers Jahr verfolgen kannst. Warte nicht erst bis kurz vor dem Winter, wenn alle Heizöl brauchen. Manche Experten raten, antizyklisch zu kaufen, also dann, wenn das Heizöl nicht benötigt wird, also im Frühjahr oder Sommer. Aber da die Heizölpreise auch von internationalen Entwicklungen abhängen, kann es durchaus sein, dass Heizöl im Sommer auch mal besonders teuer ist. Also heißt es: Einfach beobachten! Außerdem kann es sich lohnen, sich zu Einkaufsgemeinschaften, etwa mit Nachbarn, zusammenzuschließen und Tipps von Nachbarn zu erfragen. Wenn Du bestellen willst, kannst Du über Vergleichsportale preiswerte Anbieter finden. Am besten mehrere Vergleichsportale nutzen!

Wie viel Energie kann man beim Heizen sparen?

Um herauszufinden, wie viel Energie man beim Heizen sparen kann, lassen sich die einzelnen Sparpotenziale addieren:

  • energiesparende, programmierbare Thermostate: 10 Prozent,
  • wassersparende Armaturen: 50 Prozent von 15 Prozent, also 7,5 Prozent
  • richtiges Lüften und Heizen: Annahme 5 bis 10 Prozent, z.B. bei dauerhafter Reduzierung der Raumtemperatur um ein Grad und regelmäßiges Entlüften der Heizung
  • Fenster und Türen abdichten: Annahme 10 Prozent (bei bis zu 20 Prozent in Altbauten ist dieser Wert nicht zu hoch gegriffen).

Insgesamt scheinen also Einsparungen beim Heizenergieverbrauch von näherungsweise bis zu 30 Prozent, vielleicht sogar noch etwas mehr, durchaus realistisch. Wobei das Sparpotenzial natürlich stark davon abhängt, wie Deine Gewohnheiten beim Heizen und Dein Warmwasserverbrauch derzeit sind.

Wie viel Euro kannst Du über die Heizkosten sparen?

Das lässt sich mit der Annahme der 30prozentigen Energieersparnis zum Beispiel über Vergleichsportale näherungsweise ermitteln. Zahlt zum Beispiel ein vierköpfiger Haushalt für seinen Gasverbrauch von 18.000 Kilowattstunden in einer 150 Quadratmeter großen Wohnung derzeit bei seinem Anbieter 1.000 Euro im Jahr, so lassen sich also etwa 300 Euro Heizkosten einsparen. Wenn dann noch der Anbieter gewechselt wird, ist eine weitere Ersparnis von 100 bis 200 Euro möglich.

Gegenrechnen solltest Du alle Ausgaben, etwa die Sparduschköpfe oder die Umrüstung der Thermostate. Wie kalkuliert, machen sich die Anschaffungen aber nach einer gewissen Zeit bezahlt.

Wie viel Heizkosten sind normal?

Du willst wissen, ob Deine Heizkosten normal sind, also eher durchschnittlich oder doch unter- oder womöglich überdurchschnittlich? Du solltest wissen: Die Heizkosten schwanken je nach Verbrauch, Zustand des Gebäudes und Energieträger ganz beträchtlich. Dennoch gibt es natürlich gewisse Durchschnittswerte, etwa über Heizspiegel zu ermitteln.

Du willst wissen, ob Du im Vergleich zu anderen hohe Heizkosten hast? Da helfen Dir Durchschnittswerte zum Verbrauch und zu den Heizkosten.

Wie viel Heizkosten pro Quadratmeter sind normal? Heizspiegel.de hat zum Beispiel eine umfangreiche Tabelle zu verschiedenen Energieträgern, je nach Gebäudegröße für das Abrechnungsjahr 2016 veröffentlicht. Für ein 150 Quadratmeter großes Haus sind demnach Heizkosten pro Quadratmeter für Heizöl von bis zu rund 10 Euro eher mittlere Kosten, also durchaus normal.

Heizkosten und Verbrauch pro Quadratmeter je nach Energieträger

Energieträger mittlere Heizkosten pro Quadratmeter mittlerer Verbrauch pro Quadratmeter
 Erdgas bis 13,00 Euro bis 169 kWh
 Heizöl bis 10,40 Euro bis 171 kWh
 Fernwärme bis 14,90 Euro bis 145 kWh

Daten: Heizspiegel.de, für ein 150 Quadratmeter großes Haus

Wie viel Energieverbrauch beim Heizen ist normal?

In dem genannten Beispiel eines zirka 150 Quadratmeter großen Hauses, das mit Heizöl geheizt wird, ist ein Verbrauch von bis etwa 170 Kilowattstunden pro Quadratmeter ein mittlerer Verbrauch, bis rund 110 Kilowattstunden pro Quadratmeter eher ein niedriger Verbrauch.

Wie viel Heizkosten pro Person sind normal? Beim Heizen der Räume spielt eher die Größe der Räume eine Rolle als die Anzahl der Personen in einer Wohnung, hier kann die genannte Tabelle von Heizspiegel hilfreich sein. Von Bedeutung ist die Anzahl der Personen aber beim Energieverbrauch für die Warmwasseraufbereitung. Hier hat zum Beispiel CO2online Werte ermittelt:

Heizkosten 1 Person für den Warmwasserverbrauch: Demnach liegt der Verbrauch eines Single Haushalts für Warmwasser durchschnittlich bei 1.100 Kilowattstunden im Jahr bei einer Gasetagenheizung. Die Heizkosten dafür liegen bei rund 80 Euro im Jahr.

Heizkosten 2 Personen für den Warmwasserverbrauch: Laut CO2online liegt der Wert für den Warmwasserverbrauch in einem Haushalt mit zwei Personen durchschnittlich bei 1.800 Kilowattstunden im Jahr. Das entspricht rund 130 Euro.

Heizkosten 4 Personen für den Warmwasserverbrauch: Hier liegt der durchschnittliche Energieverbrauch für Warmwasser bei 3.900 Kilowattstunden. Das entspricht Heizkosten für den Warmwasserverbrauch von 270 Euro.

Bei der Berechnung der Kosten für den Warmwasserverbrauch wurden jeweils 7 Cent pro Kilowattstunde angenommen.

Energiesparberatung: Oft gar nicht teuer

Du möchtest Deinen Haushalt fit machen in Sachen Energiesparen und möchtest Dich dabei von Fachleuten beraten lassen, ohne viel Geld dafür ausgeben zu müssen? Zum Beispiel bieten die Verbraucherzentralen viele gute Tipps und eine kostengünstige und fundierte Energieberatung, online, telefonisch oder auch bei Dir zuhause, für fünf bis 10 Euro. Diese Beratung kann Dir beim Heizkosten sparen helfen. Die Energiesparberatung ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und deshalb zu diesem Preis möglich. Mehr Infos.

Tipps und Rat zum Heizkosten sparen

Überlege, welche der Tipps Du in Deinem Haushalt umsetzen möchtest. Achte ein bisschen auf Deine Gewohnheiten und nutze energiesparende Technik. So kannst Du Heizkosten sparen, ohne auf Komfort zu verzichten, und schonst dabei noch die Umwelt. Und Du hast es trotzdem warm und kuschelig!🕯️🧦😊

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